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Ernte-Erträge steigen weltweit zu langsam

Wissenschaftler sehen die Ernährung der Weltbevölkerung zunehmend in Gefahr. Die Erträge von Reis, Mais, Weizen und Sojabohnen steigen einer Studie zufolge nicht stark genug an, um den zunehmenden Hunger nach ihnen zu stillen.

Im Jahr 2050 müsste doppelt so viel von diesen Pflanzen geerntet werden wie derzeit – also 100 Prozent mehr. Dazu müsste sich der Ertrag um durchschnittlich 2,4 Prozent in jedem Jahr bis 2050 verbessern. „Die aktuellen Raten erreichen dieses Ziel aber nicht“, schreiben die US-Forscher im Online Online-Journal „PLOS One“. Mit den derzeitigen Raten ließe sich die Produktion von Mais bis zum Jahr 2050 um rund 67 Prozent steigern, berechnete das Team um Jonathan Foley vom Institute on the Environment an der University of Minnesota. Für Reis gebe es ein Plus von 42 Prozent, für Weizen 38 Prozent und für Sojabohnen 55 Prozent.

Die Weltbevölkerung wird bis 2050 von sieben auf neun Milliarden Menschen steigen. Die Forscher entdeckten mehrere Krisenregionen, zum Beispiel Guatemala, wo Mais rund 36 Prozent der Energie aus Nahrungsmitteln ausmacht: Während dort die Bevölkerung wächst, geht die Mais-Produktion zurück. Problematisch sei die Lage auch in China und Indien, wo die Erträge kaum stiegen.

In Afrika sinke die Pro-Kopf-Ernte für Reis ausgerechnet in nahezu all jenen Ländern, wo sich die Menschen vor allem von Reis ernähren, wie auf Madagaskar, in Mali und Nigeria.

(Quellen: OZ vom 20.06.2013 / englisches Original-Abstract siehe: www.plosone.org/article/info:doi/10.1371/journal.pone.0066428)









Datum:   20. Juni 2013