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Schnittzeitbestimmung Grünland 2014 _ 4. Mitteilung

Noch nicht zu spät...Grünland entwickelt sich zögerlicher als gedacht

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Im Zeitraum zwischen der 3. und 4. Probenahme blieben die erhofften Niederschläge aus. Der in der 19. Kalenderwoche gefallene Regen kommt beim Ackerfutter schon dem zweiten Aufwuchs zu Gute. Doch leider stört er den für diese Woche empfohlenen 1. Schnitt auf dem Mineralbodengrünland. In der vergangenen Woche haben sich die Inhaltsstoffe der Gräser wiederum langsamer als erwartet entwickelt. Der Ertragszuwachs war an den einzelnen Orten verschieden hoch. Diese Unterschiede fielen gegenüber den bisherigen Beprobungsterminen größer aus, während sie sich in anderen Jahren verringerten. Vermutlich kam der Standorteinfluss unter den diesjährigen Witterungsbeding-ungen verstärkt zur Geltung. Gegenüber der Vorwoche fiel auf Mineralboden und beim Ackerfutter die Ertragszunahme eindeutiger aus als auf dem Niedermoor.
 
Rückläufige Rohaschewerte können inzwischen mit der üblichen Verringerung der Mineralstoff-gehalte bei zunehmender Aufwuchsdauer begründet werden. Beim Rohproteingehalt war in der vergangenen Woche der erwartete deutliche „Abwärtstrend“ erkennbar. Das Absinken war im Grünland-Mineralboden mit 3,5 Prozentpunkten am deutlichsten, beim Ackergras mit 2,7 Prozent und beim Niedermoor mit 1,4 Prozent am geringsten. Der sichtbare Verdünnungseffekt für das Rohprotein durch den Massezuwachs war deutlich.
 
Die Rohfettgehalte (32 bis 40 g/kg TM) befinden sich weiter im empfohlenen Bereich mit deutlich über 30 g/kg TM, ohne nennenswerte Änderungen zur vergangenen Woche und mit günstiger Wirkung auf die Energiegehalte. Die Verdaulichkeit mit Werten zwischen 56 und 66 ml/200mg TM Gasbildung ist vergleichsweise hoch, sogar teilweise höher als in der Vorwoche. Sie hat großen Anteil an den noch durchaus beachtlichen Energiegehalten. Die Veränderungen im Zuckergehalt zeigen eine Zunahme an verfügbarem Gärsubtrat. Diese Erhöhung kann im Zweifelsfall Anlass für den Einsatz von Silierzusätzen (Milchsäurebakterien) sein, um den Gärverlauf zu unterstützen und z.B. überhöhten Restzuckergehalten entgegenzuwirken.
Die vollständige 4. Mitteilung mit den detaillierten Ergebnissen von den Testflächen können Sie hier downloaden.
Kontakt:
M
arion Dunker
LUFA Rostock der LMS
Tel.: 0381 20307-27 • E-Mail: mdunker@lms-lufa.de

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Datum:   09. Mai 2014