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Das Ausbringen von Pflanzenschutzmitteln in den Abend- und Nachstunden ist eine nachhaltige Praxismethode

Pressemitteilung des LALLF vom 16.05.2014

Da sich Landwirte aus M-V in den vergangenen Wochen gehäuft mit Anfragen aus der Bevölkerung konfrontiert sahen, weist die Abteilung Pflanzenschutz im Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei M-V (LALLF) noch einmal ausdrücklich darauf hin: Wenn abends und nachts Spritzfahrzeuge auf den Feldern zu beobachten sind, ist dies keineswegs Grund zur Besorgnis! Ganz im Gegenteil: Die Nachtausbringung steht für einen schonenderen Umgang mit Flora und Fauna.
 
Hintergrund: Pflanzenschutzmittel werden in dieser Saison von den Landwirten zunehmend in den Abend- und Nachtstunden auf die Felder ausgebracht. Zwei entscheidende Gründe sprechen für diese
Praxismethode:
 
1. Nachts herrschen wesentlich günstigere Witterungsbedingungen:
weniger Windbewegung, weniger Thermik und damit weniger Abdriftgefahr in benachbarte Flächen
 
2. Bienen und andere Insekten fliegen nachts nicht bzw. stark vermindert und werden geschont
 
An dieser Stelle sei auch noch einmal deutlich darauf hingewiesen, dass nur zugelassene Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden und dass eine eventuelle Geruchsbelästigung kein Zeichen für Abdrift ist.
 
Nicht selten wird in der Bevölkerung der Schluss gezogen, dass mit der Nachtausbringung unerlaubte Mittel auf die Äcker gebracht werden. Das ist falsch - vielmehr leisten die Landwirte so einen Beitrag zur nachhaltigen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln. Die Abteilung Pflanzenschutz des LALLF wirbt seit Jahren für diese Praxismethode und klärte die Landwirte in der Vergangenheit in zahlreichen Veranstaltungen darüber auf.
So haben viele Bauern - und auch das ist ein Ergebnis langjähriger Aufklärungsarbeit - ihre technische Ausrüstung den Anforderungen der Nachtarbeit angepasst. GPS-Steuerung und moderne Gerätebeleuchtung sind inzwischen bei vielen Spritzfahrzeugen selbstverständlich.
 
Fachfragen und Beratung zu dieser Thematik bietet die Abteilung Pflanzenschutz im LALLF an:
 
 
Tel: 0381 / 40 35 449

Mehr Infos:   http://www.lallf.de








Datum:   22. Mai 2014