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Schnittzeitbestimmung Grünland 2015 _ 1. Mitteilung

Wieder im Fokus - gezieltes Beobachten des Grünlandes

Schnittzeitbestimmung 2015-Ermittlung optimaler Erntezeitpunkt_LUFA Rostock der LMS Agrarberatung GmbH

Nun ist es wieder soweit. Über einen Zeitraum von 5 Wochen werden von der LMS Agrarberatung 18 repräsentative Standorte beprobt. Die Grünfutterproben werden im Labor der LUFA Rostock auf futterrelevante Inhaltsstoffe analysiert. Anhand des Zusammenspiels dieser Parameter kann der zu erwartende optimale Schnitttermin prognostiziert werden. Die abgesteckten Parzellen befinden sich zu gleichen Anteilen auf mehrjährigen Ackergrasflächen, mineralischem Dauergrünland und Dauergrünland im Niedermoor. Dabei handelt es sich um Praxisflächen, die für die landestypische Bewirtschaftung in Mecklenburg-Vorpommern repräsentativ sind. Auch in diesem Jahr gilt, das physiologische Fortschreiten der Gräserbestände wöchentlich kritisch zu begleiten, um sich mit Fingerspitzengefühl an den günstigsten Erntezeitpunkt „heranzutasten“. Dadurch besteht die Chance auf ein Höchstmaß an Ertrag und notwendiger Qualität.
Der Winter war nicht kräftig und ausgedehnt und der Frühling schickte viele Vorboten. Das bestärkte allerorts die Vermutung, dass die Futterbestände früh mit dem Wachstum beginnen. Im Verhältnis zu den berechtigten Erwartungen ging es langsamer voran als gedacht. Die Temperaturen lagen nachts häufig noch zu tief für ein insgesamt stärkeres Wachstum. Zudem fehlt in einigen Regionen, anders als noch im letzten Jahr, der nötige Niederschlag.
Die Analysenergebnisse (Probenahme 21.04.15) zeigen, dass rechtzeitig mit der Beobachtung begonnen wurde. Hohe Energieerträge, bedingt durch hohe Rohprotein-, Rohfett- und Verdaulichkeitswerte, entsprechen den Erwartungen. Dieses positive Bild wird sich naturgemäß im Laufe der Vegetation nach unten korrigieren. Der Zuckergehalt macht jedoch Hoffnung auf eine gute Vergärbarkeit, denn er liegt derzeit höher als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Bei einem momentanen ADFom-Gehalt von durchschnittlich 17 % im Ackerfutter könnte voraussichtlich Anfang Mai mit dem ersten Schnitt zu rechnen sein.
Bei den Niedermoorflächen konnten auf Grund zu geringen Aufwuchses erst 3 Standorte beprobt werden. Sie liegen in ihrer Entwicklung wie bereits in den Vorjahren hinter den Mineralbodenstandorten zurück und werden sich vermutlich  nicht gleichmäßig entwickeln.
Auch die Ertragsdaten stellen sich momentan noch sehr inhomogen dar. Es ist davon auszugehen, dass sich diese Unterschiede innerhalb der nächsten Wochen relativieren - schon in der nächsten Woche wissen wir mehr.

Marion Dunker, LUFA Rostock der LMS Agrarberatung
Dr.  Heidi Jänicke, Landesforschungsanstalt M-V, Dummerstorf


(Rostock, 24.04.2015)

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Datum:   24. April 2015