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Schnittzeitbestimmung Grünland 2015 _ 3. Mitteilung

Der Mai bringt … Futterwuchs

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Weiterhin verhaltenes Voranschreiten in der Reifeentwicklung ist für die zurückliegende Woche einzuschätzen. Der erhoffte Regen hat in der letzten Woche der Ertragsbildung gut getan. Auch die zeitweise höheren Temperaturen haben den Futterwuchs gefördert. Beim Ackergras war wie erwartet die höchste Zuwachsrate zu beobachten, ca. dreimal höher als auf dem Niedermoor. Dort war der Zuwachs mit im Durchschnitt etwa 5 dt TM/ha zwar am geringsten, allerdings gut doppelt so hoch wie in der Vorwoche. Dort wird sich bis zum nächsten Probeschnitt viel tun, ebenso wie auf den Mineralbodenstandorten, die mit ca. 9 dt TM/ha im Zuwachs in der Mitte lagen.

Bei den Probenahmen am 5. Mai hatte das Ackergras auf drei Testflächen die Schnittreife im Grunde schon erreicht. Sie wird auch an den übrigen Orten in den folgenden Tagen eintreten. Ziemlich differenziert zeigte sich die naturgemäße Abnahme des Rohproteingehalts. Standort und Bewirtschaftung haben bekanntlich auf seine Höhe großen Einfluss. Die Zunahme der Fasergehalte fiel zwar auf den einzelnen Testflächen sehr unterschiedlich aus, ist aber insgesamt als relativ moderat zu bewerten. Im Vergleich zu anderen Jahren war der Anstieg eher niedrig.

Markant abgenommen haben gegenüber der Vorwoche an mehreren Orten die Rohfettgehalte. Das ist für die fortschreitende Entwicklung normal und wirkt sich energiesenkend aus. Ähnlich eindeutig, wenn auch in verhältnismäßig geringer Größenordnung, verringerte sich die Gasbildung. Sie liegt insgesamt aber weiterhin auf erfreulich hohem Niveau und lässt auf Grassilagen mit hoher Verdaulichkeit hoffen.

Immer wieder ist folgender Zusammenhang zu beobachten. Hohe Zuckerwerte korrelieren mit geringen Proteingehalten und umgekehrt. Doch noch kann die weitere Massebildung hieran etwas ändern.  

Am eindeutigsten von allen Parametern hat sich der Energiegehalt entwickelt. Er nahm in der einen Woche durchschnittlich um 0,3 MJ NEL/ kg TM (von 0 – 0,6) ab. In der 20. Kalenderwoche dürfte auf dem überwiegenden Teil der Mineralbodenflächen, möglicherweise auch schon auf einigen Niedermoorflächen, die Schnittreife eintreten.

 „Mai kühl und nass …“ kann den Futterproduzenten nur dann freuen, wenn er dabei an den benötigten Tagen das richtige Silierwetter hat. In diesem Zusammenhang bleibt die Frage „Siliermitteleinsatz“ aktuell.

Marion Dunker, LUFA Rostock der LMS Agrarberatung
Dr.  Heidi Jänicke, Landesforschungsanstalt M-V, Dummerstorf


(Rostock, 08.05.2015)

 

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Datum:   08. Mai 2015