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Schnittzeitbestimmung Grünland 2015 _ 5. Mitteilung

Die Eisheiligen hatten uns im Griff

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Für Mitte Mai reichlich viel Aprilwetter, eher kühl als angenehm und niedrigere Temperaturen als in manch anderem Jahr – so kam die Reifeentwicklung nur langsam voran. Die größeren Ertragszuwächse beim Ackerfutter gingen nun eindeutig zu Lasten der Qualität. Auch auf Mineralboden wurden deutliche Ertragszunahmen verzeichnet, während die Massebildung auf dem Niedermoor weiter zu wünschen übrig ließ. Hier waren vermutlich die niedrigen Temperaturen mindestens ein Hemmnis.
Wie erwartet nahmen die Rohproteingehalte im Futter weiter ab, recht unterschiedlich auf den einzelnen Flächen und nicht nur mit dem Verdünnungseffekt beim Massezuwachs zu erklären. Die Zunahme des Fasergehaltes war in der Woche seit der letzten Probenahme eher mäßig bis durchschnittlich mit z. B. 0,2 bis 0,3 % Rohfaser in der TM je Tag. Die mit dem Anstieg der Faserfraktion verbundene Abnahme des Energiegehaltes ist im Durchschnitt bei allen drei Gruppen eindeutig, fiel an den einzelnen Orten jedoch wieder unterschiedlich aus (0 bis 0,7 MJ NEL/ kg TM Rückgang der Energiekonzentration in sieben Tagen).
Viel deutlicher und einheitlicher war die Abnahme des Rohfettgehaltes, die damit den Energiegehalt ebenfalls verringert. Der Zuckergehalt blieb weiterhin auf hohem Niveau und bietet für den Silierprozess günstige Startbedingungen. Der Zusatz von Milchsäurebakterien könnte eine qualitätssichernde Maßnahme sein, um die benötigte Umsetzung des Zuckers zu erreichen. So wäre die potenzielle Gefahr hoher Restzuckergehalte in den Grassilagen zu reduzieren.
Der anzustrebende Zielwert für die Gasbildung ist 50 ml/ 200 mg TM in Grassilagen vom ersten Aufwuchs. Die in dieser Woche ermittelten Werte zeigen weiterhin eine erfreulich hohe Futterverdaulichkeit an. Die Veränderungen zur Vorwoche waren vergleichsweise gering. Es gab sowohl abnehmende Verdaulichkeiten wie auch immer noch leichte Zunahmen.
Die in der Reifeentwicklung etwas zurückliegenden Bestände werden voraussichtlich Pfingsten ihre Schnittreife erreicht haben. Wir schauen am Dienstag nach Pfingsten noch einmal in die Bestände (außer Ackerfutter) und verfassen dann die letzte Mitteilung zur diesjährigen Schnittzeitbestimmung für den ersten Aufwuchs.

Marion Dunker, LUFA Rostock der LMS Agrarberatung
Dr.  Heidi Jänicke, Landesforschungsanstalt M-V, Dummerstorf


(Rostock, 22.05.2015)

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Datum:   22. Mai 2015