Willkommen       Alle News Archiv      

News


Schnittzeitpunktermittlung 2016 - 1. Mitteilung

Der April war zu kalt

1461324692_30098_19255.jpg

Stephan Milhareck, LUFA Rostock der LMS Agrarberatung GmbH
Dr. Heidi Jänicke, Landesforschungsanstalt M-V, Dummerstorf

Die Kahlfröste, die in weiten Teilen Mecklenburg-Vorpommerns ihre Wirkung zeigten, hinterließen auch im Grünland ihre unguten Spuren. Für die Saison 2016 deshalb besonders gefragt: Anpassung von Pflege und Düngung mit entsprechendem Nachsaatbedarf (einschließlich Walzen) und eine auf Leistungsfähigkeit der Grasnarbe abgestimmte Düngermenge.

Zur Zeit der ersten Probenahme am 19.04.16 wirkt unser Grünland noch etwas unterkühlt. Auch wenn es in der Sonne schon prahlende Bestände auf den Mineralböden gibt, waren die Temperaturen insgesamt noch nicht sehr förderlich für den Futterwuchs. Auf dem Niedermoor hielt sich das Wasser vielfach relativ lange, sodass einige Flächen erst jetzt befahrbar werden und das Wachstum gegenüber dem Mineralboden sichtbar verzögert einsetzt. Auf dem Mineralbodengrünland könnte in den nächsten Wochen dagegen die fehlende Feuchtigkeit, auf Grund der geringen Niederschläge im März und April zum limitierenden Faktor für den Masseertrag werden. Bis zur nächsten Probenahme sind weiterhin niedrige Temperaturen vorhergesagt, sodass beim Wachstum auch in der kommenden Woche nicht die erhofften Sprünge zu erwarten sind.

Die Tabelle zeigt bereits bei den Trockenmasse-Erträgen den späteren Start auf dem Niedermoor. Die Inhaltsstoffe werden sich hier bis zur Schnittreife noch drastisch verändern. Ähnliches gilt für das Mineralbodengrünland, das in der Massebildung etwas weiter voran geschritten ist. Von größerem Interesse dürfte bei den ersten Probenahmen wie immer das Ackergras sein. Die Rohfasergehalte liegen hier auf einem etwas höheren Niveau als bspw. im letzten Jahr zum selben Zeitpunkt. Gleiches gilt auch für die Rohproteingehalte, welche mit durchschnittlich 30,5 % (in der Trockenmasse) sehr hoch ausfallen. Mit dem Massezuwachs in den nächsten Wochen wird sich dieser aber noch nach unten korrigieren. Die Ertragszahlen hinken auf allen Flächentypen witterungsbedingt hinterher und sind insgesamt noch sehr inhomogen. Ob sich das bereits in der nächsten Woche ausgleicht und inwiefern die Bestände bis zur Schnittreife an Ertrag zulegen, bleibt abzuwarten.

Schnittzeitpunkt 2016: 1 Mitteilung_Tabelle Download [Schnittzeitpunkt 2016: 1 Mitteilung_Tabelle/ 118 kB]







Datum:   22. April 2016