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Schnittzeitpunktermittlung 2016 - 3. Mitteilung

Der Mai lässt auf Futterzuwachs hoffen

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Marion Dunker, Stephan Milhareck, LUFA Rostock der LMS Agrarberatung GmbH
Dr. Heidi Jänicke, Landesforschungsanstalt M-V, Dummerstorf

Zwischen der zweiten und dritten Probenahme wurde die Witterung in Sachen Futterwuchs zunehmend freundlicher. Feuchtigkeit war im Wesentlichen noch vorhanden, wird nun aber fast schon wieder vermisst. Bleiben nennenswerte Niederschläge weiterhin aus, kann das auf den Mineralböden das Wachstum begrenzen. Die Temperaturen befanden sich tagsüber zwischenzeitlich im zweistelligen Bereich, während sie nachts zum Teil immer noch in Gefrierpunktnähe lagen. Insgesamt  werden sie nun aber zunehmend günstiger für die Ertragsbildung.

 Die Ertragszunahme auf den Mineralböden blieb gegenüber der Vorwoche auf einem ähnlichen Niveau. Die Entwicklung der Ackergras- und Niedermoorstandorte war dagegen sehr inhomogen. Der durchschnittliche Trockenmasseertrag hinkt bei den Ackerflächen, verglichen mit den Vorjahreswerten, gewaltig hinterher.  Für die anderen beiden Standorttypen sind die Erträge mit dem Vorjahr vergleichbar. Die Witterung lässt hoffen, dass wir wie 2015 in der Woche zwischen dem 3. und 10. Mai enorm zulegen und den Masseertrag bis zu 75 % erhöhen bzw. auf dem Niedermoor sogar verdoppeln können.

 Die Rohasche tendiert auf fast allen Flächen zu niedrigeren Werten, resultierend aus immer noch sinkenden Mineralstoffgehalten. Erfahrungsgemäß wird sich das momentane Niveau trotz Massezuwachses in dieser Größenordnung einpegeln.

 Die Abnahme des Rohproteins als Folge des Streckenwachstums fiel moderater als in der 17. Kalenderwoche aus. Es fällt auf, dass es kaum Unterschiede zwischen den Standorttypen gibt. im Vergleichszeitraum der Vorjahre wiesen z. B. die Ackergrasflächen bereits um ca. 50 g/kg TM niedrigere Rohproteingehalte als die Rohproteinwerte auf Mineral- und Niedermoorflächen.

 Die Zuckergehalte nahmen zu, außer auf den sich differenziert entwickelnden Niedermoorflächen. Auf dem Ackergras behielt  das Rohfett  sein Niveau und nahm auf den beiden anderen Standorttypen ganz leicht ab.

 Die Gasbildung als Verdaulichkeitsparameter nahm auf 2 Flächentypen minimal zu und verringerte sich auf dem Niedermoor. Der Energiegehalt sank in dieser Woche nur in geringem Maße, weil sich die Relation zwischen Rohasche, Rohprotein, Faserfraktion und Verdaulichkeit wenig  veränderte und sich damit auf nicht stärker auf den NEL-Wert auswirkte.

 Die Faserfraktionen nahmen auf fast ausnahmslos allen Flächen zu, zwar differenziert, aber in überschaubarem Maße. Die Reifeprognose für das Ackergras in der 19. Kalenderwoche und kurz darauf folgend für das Mineralbodengrünland sollte sich bestätigen. Die Schnittreife für die Niedermoorflächen lässt sich gesicherter zum nächsten Probenahmetermin einschätzen.

Tabelle Schnittzeitpunkt 3. Mitteilung Download [Tabelle Schnittzeitpunkt 3. Mitteilung/ 117 kB]







Datum:   06. Mai 2016