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Schnittzeitpunktermittlung 2016 - 4. Mitteilung

Die Ernte steht an

Schnittzeitpunkt, Grünland, Heu, Silage Mecklenburg-Vorpommern

Marion Dunker, Stephan Milhareck, LUFA Rostock der LMS Agrarberatung GmbH
Dr. Heidi Jänicke, Landesforschungsanstalt M-V, Dummerstorf

Futterwuchs „angeheizt und doch nicht ausgereizt“ lässt sich mit Blick auf die Woche zwischen dem 3. bis 10. Mai feststellen. Angenehme Temperaturen förderten den Futterwuchs. Je nach Boden und Region fehlte Feuchtigkeit  bzw. wäre ein besseres Wachstum möglich gewesen, hätte mehr Wasser zur Verfügung gestanden. Dort, wo die Bestände auf dem Niedermoorgrünland nicht zu sehr vom Winter geschädigt wurden, konnten sie noch vom Wasservorrat profitieren. Vielfach brauchen sie in diesem Frühjahr einige Tage mehr, um sich zu regenerieren und in der Ertragsbildung voran zu kommen.

Die  Trockenmasseerträge der Ackergrasstandorte (35,7 dt TM/ha) waren im Durchschnitt mit denen der Mineralbodenstandorte vergleichbar (33,0 dt TM/ha), verglichen mit dem Vorjahr aber immer noch auf einem niedrigen Niveau. Die Bestände auf dem Niedermoor fallen mit 25,7 dt TM/ha sogar noch niedriger aus.

Die Schnittwürdigkeit der Ackergräser entspricht unserer Reifeprognose für den Zeitraum vor Pfingsten. Bezogen auf die sehr differenzierten Erträge innerhalb der Standortgruppen wird aber auch 2016 wieder die Frage nach dem Masseverzicht zugunsten der Futterqualität von Bedeutung sein.

Beim Rohproteingehalt wird der erwartete „Verdünnungseffekt“ immer deutlicher. Dessen Absinken war auf dem Mineralbodengrünland mit 2,8 Prozentpunkten am stärksten, auf Niedermoor mit 2,0 % und beim Ackergras mit 1,6 % etwas moderater.

Die Zuckergehalte nahmen auf den einzelnen Flächen unterschiedlich stark, aber insgesamt kontinuierlich ab. Beim Ackergras und den Mineralbodenstandorten war der Rückgang am höchsten. Die Niedermoorgrasbestände weisen zwar absolut betrachtet die gleichen Zuckergehalte wie die Mineralbodengräser auf, allerdings war deren Abwärtsentwicklung wesentlich zurückhaltender.

Das Gasbildungsvermögen zeigt ähnlich wie die Zuckergehalte einen geringen Abwärtstrend, befindet sich aber insgesamt weiterhin auf einem guten Niveau. Das wirkt sich wiederum positiv auf den Energiegehalt aus, welcher ebenfalls in nur geringem Maße abnahm.

Die Zellwandbestandteile Rohfaser und ADFom stiegen auf allen Flächen sichtbar an. Viele Standorte erreichten dadurch Rohfasergehalte von über 220 g/kg TM und somit die optimale Schnittreife. Auf den übrigen Flächen wird die Schnittreife voraussichtlich in der nächsten Woche erreicht sein. Wie sich die Flächen am 17. Mai präsentieren, erfahren Sie in einer Woche.

Schnittzeitpunkt 2016: 4. Mitteilung - Tabelle Download [Schnittzeitpunkt 2016: 4. Mitteilung - Tabelle/ 156 kB]







Datum:   13. Mai 2016