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Schnittzeitpunktermittlung 2017 - 2. Mitteilung

Eher Stillstand als Fortschritt

Schnittzeitpunkt, Futterwirtschaft, Silagegewinnung, Heu, Rinder, Schafe

Marion Dunker, LUFA Rostock der LMS Agrarberatung
Dr. Heidi Jänicke, Landesforschungsanstalt M-V, IfT Dummerstorf

Die zweite Probenahme zur diesjährigen Reifeprognose für den 1. Schnitt wurde am 25. April vorgenommen. In der Woche zwischen erster und zweiter Beprobung zeigte sich der April in seinen Extremen. Neben sonnigen Abschnitten und Regen haben Nachtfröste ihre Spuren hinterlassen. Insgesamt niedrige Temperaturen und diese Fröste haben den vorhandenen Vorsprung im Pflanzenwuchs in der pflanzlichen Entwicklung entscheidend gebremst.

Der Massezuwachs fand nur teilweise statt und lag deutlich unter dem Durchschnitt der Jahre für Ende April. Die durch die Vorwochen erreichte Ertragshöhe liegt dennoch eher über dem anderer Jahre um diese Zeit.

Bei den Fasergehalten gab es überwiegend geringere Werte als in der Vorwoche und nur vereinzelt die zu erwartende Zunahme, die dann relativ gering ausfiel. Damit sind die Veränderungen bei ADFOM und Rohfaser eine Seltenheit. Der Rückgang des Rohproteingehalts war zu erwarten und fiel recht eindeutig aus, so wie andererseits die Zunahme im Zuckergehalt. Beides ist natürlich auch nur ein Zwischenstand.

Höhere Energiegehalte als bei der ersten Probenahme sind ebenfalls selten. Deren Veränderung lässt sich gut erklären mit den niedrigen Fasergehalten und der deutlichen Zunahme der Verdaulichkeit sowie mit dem teilweise erheblichen Rückgang der Rohaschewerte.

Auf Niedermoor fand für dieses Jahr die erste Probenahme statt, mit Ausnahme einer Fläche wegen ungenügender Massebildung. Die Ertragsbildung liegt hier erfahrungsgemäß noch hinter den Mineralböden zurück. Inhaltsstoffe und Energie werden sich noch erheblich verändern. Sie zeigten auch in anderen Jahren ein geringeres Niveau als die anderen Standorte und im Laufe der darauffolgenden Wochen gab es günstige Veränderungen.

Bis zur nächsten Probenahme am 2. Mai werden zumindest die Temperaturen in Bereiche gelangen, die für den Futterwuchs günstig sind. Es ist kaum vorherzusagen, wie schnell nach dieser Kälteperiode - die über die zweite Probenahme hinaus anhielt und damit auch die Ergebnisse der dritten Probenahme beeinflusst -  der Entwicklungsfortschritt normal verlaufen wird. Vermutlich werden nicht unmittelbar  typische Veränderungen der Parameter eintreten und die verlangsamte Entwicklung könnte sich noch etwas fortsetzen. Dennoch wäre möglich, dass in der 18. KW verschiedene Ackergrasbestände die Schnittreife erreichen.   

(Rostock, 28. April 2017)

 

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Datum:   28. April 2017