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Schnittzeitpunktermittlung 2017 - 4. Mitteilung

Veränderungen blieben moderat

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Marion Dunker, LUFA Rostock der LMS Agrarberatung
Dr. Heidi Jänicke, Landesforschungsanstalt M-V, IfT Dummerstorf

Der vierte Probeschnitt für unsere Reifeprognose 2017 wurde am 9. Mai genommen. Seit der Probenahme vor einer Woche war kaum ein Temperaturanstieg zu beobachten. Die für Anfang Mai kühle Witterung hielt an. Die Wachstumsbedingungen blieben damit ungünstiger als in anderen Jahren. Das zeigt sich auch in der vergleichsweise moderaten Zunahme der TM-Erträge.

Für nahezu alle Testflächen war ein Rückgang in der Futterqualität festzustellen. Der fiel beim Ackerfutter und auf dem Mineralbodengrünland deutlicher aus als auf dem Niedermoor. Hier liegen die Bestände in Ertrag und Entwicklung naturgemäß etwas zurück. Sowohl die Daten in unserer Tabelle als auch die aktuelle Situation draußen auf den Flächen zeigen die großen Unterschiede im Entwicklungsstand der Futteraufwüchse.

Energiegehalte und Verdaulichkeit (Gasbildung im HFT) nahmen ab. Erwartungsgemäß gingen in der zurückliegenden Woche auch die Zuckergehalte und überwiegend die Rohproteingehalte zurück.

Der optimale Schnittzeitpunkt beim Ackerfutter ist auf unseren Testflächen erreicht und überschritten. Ausnahme bildet eine Fläche mit später schnittreifen Gräsern. Landesweit dürfte unter normalen Bedingungen das Ackerfutter inzwischen schnittreif bzw. einsiliert sein.

Auf dem Mineralbodengrünland wird in dieser und der nächsten Woche die Schnittreife gegeben sein. Mit zunehmenden Temperaturen nach dem 11. Mai wird bei der vorhandenen Feuchte die Entwicklung möglicherweise schneller voranschreiten. Gegenüber der Vorwoche nahm auf Mineralboden der Rohfasergehalt im Durchschnitt täglich um 4,4 g zu. Unterstellt man für die Tage nach der Beprobung am 9. Mai eine Rohfaserzunahme von 4 bis 5 g je Tag, so würden die Bestände je nach Ausgangsniveau in drei bis neun Tagen schnittreif sein. Mancherorts wird dann der TM-Ertrag eventuell nicht zufrieden stellen. 

Für das Niedermoor ist nicht auszuschließen, dass sich auf einem Teil der Flächen die Entwicklung zügig auf die Schnittreife zu bewegt. Allerdings scheinen viele Flächen in der Massebildung noch weit zurück und mit dieser einhergehend werden sich auch die Inhaltsstoffe nochmals ändern. Hier ist also zu differenzieren. Ein erheblicher Flächenanteil wird entsprechend weiter zu beobachten sein. In einer Woche geben uns die Ergebnisse der fünften Probenahme dazu mehr Aufschluss.

(Rostock, 12. Mai 2017)

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Datum:   12. Mai 2017